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Sportverletzungen vorbeugen - Sportverletzungen behandeln

Sport ist Mord? Nein - aber zugegeben, Sport birgt ein erhöhtes Risiko für Verletzungen. Kein Grund es zu lassen, denn die gesundheitlichen Vorteile durch Sport sind ungleich größer. Weil viele Risiken kalkulierbar sind, werden sie vermeidbar. Ist denn eine Verletzung eingetreten, müssen noch an der Unfallstelle Sofortmaßnahmen eingeleitet werden. Jeder Sportler sollte die wichtigsten Regeln der Erstversorgung kennen, denn sie sind entscheidend für den weiteren Heilungsverlauf. Der Arzt wird anschließend die notwendigen konservativen und medikamentösen Therapieschritte durchführen. Je besser die Versorgungskette läuft, desto schneller ist der Sportler wieder fit.

Sportverletzung - Sportschaden
In der Sporttraumatologie unterscheidet man die Begriffe "Sportverletzung" und "Sportschaden". Während es sich bei der Sportverletzung um ein akutes, traumatisches Ereignis handelt, ist der Sportschaden eine chronifizierte Überlastungsreaktion oder eine Verschleißerscheinung durch immer wiederkehrende Fehl- und Überlastung. Beiden Ereignissen liegt ein Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit zugrunde.
Sportverletzungen betreffen meist den Bewegungsapparat. Es können Muskeln, Sehnen, der Kapsel-Bandapparat oder die Knochen betroffen sein. Sportschäden stellen sich häufiger am passiven Bewegungsapparat, also Knorpel, Knochen und Gelenkapparat ein.

 

Wenn es doch passiert - Was muss ich tun?
Ist dann doch eine Verletzung eingetreten, sind die ersten Minuten oft entscheidend für die Folgeschwere der Verletzung (Schwellung, Hämatom, Schmerz). Es gibt eine einfache Faustformel für die wichtigsten Erstmaßnahmen, die so genannte PECH-Regel:

Pech-Regel02

Das gehört in jede Sporttasche
Kompressionsverband, Coldpack, schmerzstillende, entzündungshemmende und abschwellende Sportsalbe, Desinfektionsmittel, Pflaster.

Das "Who is Who" der Sportverletzungen und ihre Behandlung

Die genaue Diagnose einer Sportverletzung stellt der Arzt. Je früher dies geschieht und die Behandlung eingeleitet wird, desto schneller kann eine Verletzung auskuriert werden. Grundsätzlich unterscheidet man die Verletzungsarten
:

prellung02

Prellung, Quetschung (Kontusion)

Eine Kontusion entsteht durch eine äußere Gewalteinwirkung, also einen Schlag, Tritt, Sturz o. ä.. Durch die Gewebequetschung werden kleine Blutgefäße verletzt - ein Bluterguss (=Hämatom) bildet sich. Von der Größe des Hämatoms hängt die Schmerzintensität und die Bewegungseinschränkung ab. Die bekannteste, aber auch leichteste Form der Prellung ist der "Pferdekuss".

Symptome
sofortiger starker Schmerz, der in Ruhe relativ schnell abklingen kann; Bewegungseinschränkung (in Abhängigkeit von Größe des Hämatoms und Gelenknähe).
Erstversorgung
Kühlender großflächiger Druckverband für 20 Minuten; danach Druckverband lösen und nach wenigen Minuten, (wenn die Muskulatur wieder gut durchblutet ist) erneut anlegen; Prozess drei- bis viermal wiederholen. Verletzte Region hochlagern; bei größerem Bluterguss über mindestens 24 Stunden. Keine Wärme, kein Alkohol, keine Massage. Belastung kann fortgesetzt werden, wenn Schmerzen nicht zu groß sind.
Nachsorge
Ein Arzt muss nur dann aufgesucht werden, wenn die Beschwerden auch nach einigen Stunden nicht abklingen. Sofortige ärztliche Behandlung ist notwendig, wenn der Schmerz trotz Druckverband zunimmt, die Haut blaß wird und eine Pulslosigkeit auftritt. In diesem Fall können Venen oder Arterien verletzt sein oder ein gefährliches Kompartment-Syndrom vorliegen.
Medikamentöse Behandlung
Entstauende Präparate zur Stoffwechselverbesserung
Vorbeugung
Schutzausrüstung

Überdehnung, Zerrung, Riss (Distorsion)
Von einer Distorsion spricht man, wenn Gewebe über seine funktionelle Dehnfähigkeit hinaus belastet wird. Es können

a. die Muskulatur,
b. Bänder und Sehnen
betroffen sein.

a) Muskulatur
Muskelzerrungen gehören zu den häufigsten Sportverletzungen überhaupt. Man unterscheidet drei Schweregrade:
1. Zerrung,
2. Faserriss,
3. Muskelriss.

Muskelzerrung02

b) Kapsel-Bandapparat

Im Sport ist besonders der Bandapparat des Sprunggelenks gefährdet, das so genannte "Umknicktrauma" ist eine typische Sportverletzungen. Die Folge eines solchen Ereignisses ist eine Bänderüberdehnung bis hin zum Bänderriss, wobei die Kapsel oft mit geschädigt wird. Meist ist der laterale (=äußere) Bandapparat betroffen.

Bandverletzungen im Kniegelenk sind meist schwerwiegender. Das Knie ist ein hochkompliziertes Gelenk, das enorme Belastungen aushalten muss. Fast immer handelt es sich bei Knieverletzungen um Kombinationstraumen. Es können Außen- oder Innenbänder, Kreuzbänder und Menisken, Kapsel und Knorpel betroffen sein.
Eine typische Kombinationsverletzung am Kniegelenk ist der vordere Kreuzbandriss mit Innenbandriss und Meniskusschädigung, die auch "unhappy triad" genannt wird

Symtome02
bruch

Riss des vorderen Kreuzbands

Was ist das vordere Kreuzband
Das vordere Kreuzband verbindet im Kniegelenk den Oberschenkelknochen (Femur) mit dem Schienbein (Tibia). Es ist maßgeblich an der richtigen Bewegung des Kniegelenks beteiligt. Außerdem verhindert es, dass der Oberschenkelknochen nach hinten gleitet, wenn das Kniegelenk gebeugt wird.

Wie entsteht ein Riss des vorderen Kreuzbands?
Das vordere Kreuzband kann reißen, wenn das Knie überstreckt wird oder das Kniegelenk bei angespannten Oberschenkelmuskeln gewaltsam gebeugt wird.

Oft treten Komplexverletzungen auf, wobei zusätzlich der Innenmeniskus, das Innenband oder beides geschädigt werden. Sind sogar alle drei genannten Strukturen betroffen, spricht man von einer "unhappy triade”.

Welche Anzeichen gibt es für einen Riss des vorderen Kreuzbands?
Neben den allgemeinen Zeichen eines Kniebinnen-Traumas fällt ein schnell nachlaufender, blutiger Erguss des Kniegelenks auf. Bei gebeugtem Knie lässt sich das Schienbein gegenüber dem Oberschenkel nach vorn verschieben (vorderes Schubladen-Zeichen). Oft besteht ein ausgeprägtes Instabilitätsgefühl (Giving Way).

Wie wird ein Riss des vorderen Kreuzbands festgestellt?
Röntgenaufnahmen zeigen Brüche bzw. knöcherne Bandausrisse. Wichtigstes Diagnoseverfahren ist die Kniespiegelung (Arthroskopie), da sie gleichzeitig die operative Versorgung ermöglicht. Auch die Kernspin-Tomographie (NMR) zeigt, ob das vordere Kreuzband gerissen ist.

Wie wird ein Riss des vorderen Kreuzbands operiert?
Mit wenigen Ausnahmen ist die direkte Naht des gerissenen vorderen Kreuzbandes nicht Erfolg versprechend. Vor allem bei Sportlern wird das gerissene Kreuzband operativ ersetzt, da es zu den besten Langzeitergebnissen führt. Dafür eignet sich am besten ein Teil der Sehne zwischen Kniescheibe und Schienbein (Patella-Sehne).
Es entstehen keine Folgeschäden, wenn man diesen Anteil entnimmt. Der Sehnenteil hat in etwa die passende Länge, und er lässt sich so entnehmen, dass an beiden Enden ein kleines Knochenstück bleibt. Während einer Kniespiegelung wird das Sehnen-Knochen-Transplantat genau im Verlauf des vorderen Kreuzbands angebracht. Verschiedene Techniken verankern die Knochenstücke jeweils im Oberschenkelknochen und Scheinbein (z. B. Schrauben, Einpressen). Diese athroskopisch unterstützte Kreuzband-Plastik ist derzeit das Standardverfahren.
Statt des Sehnen-Knochen-Transplantats aus der Patella-Sehne kann der Chirurg auch eine weniger wichtige Sehne am Oberschenkel (Semitendinosus-Sehne) verwenden.
Bei sportlich wenig aktiven Patienten lässt sich durch konsequentes Training der Oberschenkelmuskulatur eine so gute Führung des Kniegelenks erreicht, dass eine operative Therapie nicht notwendig ist. Die Stabilität reicht für die alltägliche Belastung aus.

Wie erfolgt die Weiterbehandlung nach der Operation?
Um das ersetzte Kreuzband nicht sofort voll zu belasten, werden für sechs bis zwölf Wochen spezielle Knieschienen angelegt. Es gibt verschiedene Modelle, bei denen das Bewegungsausmaß des Kniegelenks einstellbar ist. Besonders wichtig ist eine konsequente Krankengymnastik mit dem Ziel, die Oberschenkelmuskulatur gut zu trainieren. Koordinationsübungen, manuelle Techniken und möglicherweise eine Elektrotherapie ergänzen das Spektrum.

Treten Komplikationen auf?
Komplikationen wie Blutung, Gelenkinfektionen, Thrombose, Nerven- und Gefäßverletzungen sind selten. Da das Sehnen-Knochen-Transplantat körpereigenes Gewebe ist, vertragen es die meisten sehr gut, und die Heilung verläuft in aller Regel problemlos. Sehr selten reißt das Transplantat. Spezifische Risiken wie eine bleibende oder zunehmende Instabilität, Meniskusschaden, Ausriss oder Lockerung des Transplantats sowie ein Bruch der Kniescheibe sind selten.

Wie ist die Prognose?
In der Regel ist das Langzeit-Ergebnis nach einer Plastik des vorderen Kreuzbands sehr gut. Die Sportfähigkeit ist oft nach zwölf bis 16 Wochen wieder erreicht, und sie ist auch im weiteren Verlauf nicht eingeschränkt. Für ein gutes Spätergebnis ist es wichtig, konsequent Krankengymnastik zu betreiben. Eine verfrühter Gelenkverschleiß (Arthrose) lässt sich so hinauszögern.

Wie kann das Risiko eines Kreuzband-Risses vermindert werden?
Vor jeder sportlichen Betätigung sollten Sie die Muskulatur gut aufwärmen. Wer seine Koordinationsfähigkeit durch Sprungschulung und Lauftraining verbessert, senkt das Verletzungsrisiko. Eine gut trainierte Beinmuskulatur, optimale Sportausrüstung und defensives sportliches Verhalten schützen ebenfalls vor Verletzungen des Kreuzbandes

Riss des hinteren Kreuzbands

Das ist das hintere Kreuzband?
Das hintere Kreuzband im Kniegelenk verbindet den Oberschenkelknochen (Femur) mit dem Schienbein (Tibia). Es verläuft hinter dem vorderen Kreuzband.

Wie entsteht ein Riss des hinteren Kreuzbands?
Das hintere Kreuzband kann durch direkte Gewalteinwirkung auf das gebeugte Kniegelenk oder gewaltsame Überstreckung reißen. Es reißt aber viel seltener als das vordere Kreuzband.

Wie sehen die Anzeichen für einen Riss des hinteren Kreuzbands aus?
Das Kniegelenk schwillt an und verursacht Schmerzen. Manche Verletzte haben auch einen Gelenkerguss. Auffällig ist, dass das Schienbein gegenüber dem Oberschenkel nach hinten verschoben ist. Die Analyse der Gangbilds zeigt, dass das Bein beim Gehen nicht vollkommen gestreckt werden kann.

Wie wird ein Riss des hinteren Kreuzbands festgestellt?
Der Riss des hinteren Kreuzbands wird mit einer Kernspin-Tomographie (NMR) oder einer Kniespiegelung (Arthroskopie) diagnostiziert.

Wie wird ein Kreuzbandriss behandelt?
Eine Operation kommt nur bei jungen und sportlich sehr aktiven Patienten in Frage. Das hintere Kreuzband wird durch einen Teil der Sehne (Patellar-Sehne) ersetzt, die zwischen Kniescheibe und Schienbein verläuft. Die Operationsergebnisse sind hier nicht so gut wie beim Ersatz des vorderen Kreuzbands. Meistens lässt sich der Kreuzbandriss ohne Operation (konservativ) mit speziellen Schienen behandeln.

Wie erfolgt die Weiterbehandlung nach einer Operation?
Diese speziellen Schienen schonen auch nach einer Operation das eingesetzte Band. Eine krankengymnastische Übungsbehandlung trainiert insbesondere die Oberschenkel-Muskulatur. Der Patient darf das Knie schrittweise immer häufiger bewegen.

Treten Komplikationen auf?
Komplikationen wie Blutung, Gelenkinfektionen, Thrombose, Nerven- und Gefäßverletzungen sind selten. Das Sehnen-Knochen-Transplantat besteht aus körpereigenem Gewebe. Deshalb vertragen es die meisten Menschen sehr gut, und der Heilungsprozess verläuft problemlos. Sehr selten reißt oder lockert sich das Transplantat. Meniskusschäden, Bruch der Kniescheibe oder eine bleibende bzw. zunehmende Instabilität des Knies sind die Ausnahme.

Wie ist die Prognose?
Das Langzeit-Ergebnis ist in den meisten Fällen sehr gut. Nach zwölf bis 16 Wochen können die meisten Verletzten wieder uneingeschränkt Sport treiben. Eine konsequente krankengymnastische Therapie ist sehr wichtig, damit das Gelenk nicht zu früh verschleißt (Arthrose).

Wie können Sie das Risiko eines Kreuzbandrisses verringern?
Als Schutz vor Verletzungen sollten Sportler ihre Muskulatur gut aufwärmen. Personen, die ihre Koordinationsfähigkeit durch Sprungschulung und Lauftraining verbessern, vermindern ihr Verletzungsrisiko. Dazu tragen auch gut trainierte Beinmuskeln, eine optimale Ausrüstung und defensives Sportverhalten bei.

 

Brüche und ihre Behandlung